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Anker PowerCore Solar: Lohnt sich die Solar-Powerbank wirklich?

Anker PowerCore Solar 10000 und 20000 im Check: Wie gut funktioniert das Solarpanel, wie lange dauert das Laden und für wen lohnt sich die Solar-Powerbank?

Anker PowerCore Solar: Lohnt sich die Solar-Powerbank wirklich?

Eine Powerbank, die sich einfach selbst mit Sonnenenergie auflädt: Genau das verspricht das Konzept hinter der Anker PowerCore Solar. Auf der Oberseite der robusten Outdoor-Powerbank befindet sich ein kleines Solarmodul, das den eingebauten Akku auch dann mit Energie versorgen soll, wenn keine Steckdose in der Nähe ist.

Das klingt ideal für Camping, Wandern, Festivals, längere Fahrradtouren oder als Notfall-Stromversorgung.

Doch wie viel Strom kann ein Solarpanel in der Größe einer Powerbank tatsächlich erzeugen?

Genau hier wird es interessant. Denn zwischen einer Powerbank mit integriertem Solarpanel und einer wirklich leistungsfähigen mobilen Solaranlage liegt ein erheblicher Unterschied.

In diesem Artikel schauen wir uns deshalb die Anker PowerCore Solar 10000 und PowerCore Solar 20000 genauer an. Wir erklären die Unterschiede, berechnen die mögliche Solarleistung und zeigen, wann eine Solar-Powerbank sinnvoll ist – und wann ein separates Solarpanel die bessere Lösung darstellt.

Kurz gesagt: Die Anker PowerCore Solar ist in erster Linie eine robuste Outdoor-Powerbank. Das integrierte Solarpanel kann zusätzliche Energie liefern, sollte aber eher als Notfall- oder Zusatzfunktion betrachtet werden als als primäre Lademöglichkeit.

Was ist die Anker PowerCore Solar?

Bei der PowerCore-Solar-Serie kombiniert Anker eine klassische Powerbank mit einem kleinen Photovoltaikmodul auf der Oberseite.

Das Prinzip ist simpel:

  1. Sonnenlicht trifft auf das Solarpanel.
  2. Die Solarzellen erzeugen elektrische Energie.
  3. Diese Energie wird im internen Lithium-Akku gespeichert.
  4. Über USB können anschließend Smartphone, Kopfhörer oder andere Geräte geladen werden.

Der große Vorteil liegt auf der Hand: Im Gegensatz zu einer normalen Powerbank kann zumindest theoretisch auch unterwegs neue Energie erzeugt werden.

Anker hat vor allem zwei Varianten angeboten:

  • Anker PowerCore Solar 10000
  • Anker PowerCore Solar 20000

Dabei unterscheiden sich die Modelle nicht nur bei der Akkukapazität.

Anker PowerCore Solar 10000 und 20000 im Vergleich

Eigenschaft PowerCore Solar 10000 PowerCore Solar 20000
Modellnummer A1640 A1650
Kapazität 10.000 mAh 20.000 mAh
USB-C Nein Ja
USB-A 2 × 1 ×
Eingang Micro-USB USB-C
maximale kabelgebundene Eingangsleistung ca. 10,5 W 18 W
maximale USB-C-Ausgangsleistung 18 W
maximale Gesamtleistung 15 W bis 30 W kombiniert
Gewicht ca. 267 g ca. 469 g
Abmessungen ca. 164 × 78 × 20 mm ca. 175 × 88 × 30 mm
Schutzklasse IP64 IP65
integriertes Solarpanel Ja Ja
integrierte Lampe Ja Ja
SOS-Modus Ja Ja

Anker gibt für das 10000er-Modell zwei USB-A-Ausgänge und einen Micro-USB-Eingang an. Das 20000er-Modell besitzt dagegen einen USB-A-Port und einen USB-C-Anschluss, der sowohl als Ein- als auch Ausgang dient. citeturn508539search3turn508539search1

Damit ist die PowerCore Solar 20000 technisch deutlich moderner.

Allerdings stammen beide Geräte aus einer inzwischen älteren PowerCore-Generation: Das 10000er-Modell erschien ursprünglich 2020, die 20000er-Variante 2021. citeturn403102view0turn325831view0

Gerade deshalb lohnt es sich heute genauer hinzuschauen, ob das Konzept noch überzeugt.

Anker PowerCore Solar 10000

Die PowerCore Solar 10000 ist die kompaktere Variante.

Mit einer Kapazität von 10.000 mAh bewegt sie sich in einer typischen Größenklasse für Powerbanks, die vor allem zum Nachladen eines Smartphones gedacht sind.

Anker gibt ein Gewicht von ungefähr 267 Gramm und Abmessungen von etwa 164 × 78 × 20 Millimetern an. citeturn403102view0

Anschlüsse

Die Anschlussausstattung zeigt allerdings das Alter des Modells.

Zum Aufladen der Powerbank wird Micro-USB verwendet. USB-C besitzt die PowerCore Solar 10000 nicht.

Zur Versorgung anderer Geräte stehen zwei USB-A-Anschlüsse zur Verfügung.

Die maximale Gesamtleistung liegt laut Hersteller bei 15 Watt. citeturn403102view0

Für heutige Smartphones mit USB-C Power Delivery ist das nicht mehr besonders schnell.

Als Outdoor-Powerbank für ältere oder weniger leistungsintensive Geräte kann das trotzdem ausreichen.

IP64 und Outdoor-Funktionen

Interessanter wird die PowerCore Solar 10000 bei der Outdoor-Ausstattung.

Anker gibt eine Schutzklasse von IP64 an. Das Gehäuse ist damit gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Untertauchen sollte man die Powerbank trotzdem nicht. citeturn403102view0

Zusätzlich befindet sich eine Lampe im Gehäuse.

Sie bietet verschiedene Helligkeitsstufen sowie einen SOS-Blinkmodus.

Für Camping oder einen Stromausfall kann diese Kombination durchaus praktisch sein: Powerbank, Solar-Nachladung und Taschenlampe befinden sich in einem einzigen Gerät.

Anker PowerCore Solar 20000

Wer deutlich mehr Kapazität benötigt, bekommt mit der PowerCore Solar 20000 den doppelt so großen Akku.

20.000 mAh reichen – abhängig von Smartphone und Ladeverlusten – für mehrere Smartphone-Ladungen.

Allerdings steigt auch das Gewicht deutlich.

Mit ungefähr 469 Gramm wiegt die PowerCore Solar 20000 fast ein halbes Kilogramm. citeturn325831view0

Für einen Tagesausflug ist das ordentlich Ballast. Bei Camping oder längeren Touren kann die größere Kapazität den Gewichtsnachteil aber ausgleichen.

Endlich USB-C

Der entscheidende Vorteil gegenüber der kleinen Variante ist USB-C.

Die PowerCore Solar 20000 kann über USB-C mit maximal 18 Watt geladen werden und über denselben Anschluss ebenfalls bis zu 18 Watt ausgeben.

Hinzu kommt ein USB-A-Ausgang mit maximal 12 Watt. Anker nennt eine kombinierte maximale Ausgangsleistung von 30 Watt. citeturn325831view0

Damit ist das Modell deutlich alltagstauglicher als die PowerCore Solar 10000.

IP65

Auch beim Schutz des Gehäuses legt die größere Variante etwas zu.

Anker gibt IP65 an. Das Modell ist damit für den Outdoor-Einsatz gegen Staub und Wasser geschützt, allerdings ausdrücklich nicht für ein Untertauchen im Wasser vorgesehen. citeturn325831view0

Auch hier ist eine Lampe mit unterschiedlichen Helligkeitsstufen und SOS-Funktion integriert.

Das eigentliche Thema: Wie gut funktioniert das Solarpanel?

Damit kommen wir zum spannendsten Teil.

Ein Smartphone besitzt heute häufig einen Akku zwischen ungefähr 4.000 und 5.000 mAh.

Eine Powerbank mit 10.000 oder sogar 20.000 mAh klingt deshalb zunächst nach einem gewaltigen Energiespeicher.

Das Problem:

Der Akku ist groß – das Solarpanel aber sehr klein.

Die maximale Energiemenge, die eine Solarzelle erzeugen kann, hängt unter anderem von ihrer Fläche, ihrem Wirkungsgrad, der Intensität der Sonneneinstrahlung, dem Einstrahlungswinkel und der Temperatur ab.

Bei einem Solarmodul auf einem Hausdach stehen dafür mehrere Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

Bei einer Solar-Powerbank sprechen wir dagegen nur über wenige Quadratzentimeter.

Das verändert die Größenordnung erheblich.

Wie lange braucht die Anker PowerCore Solar zum Laden?

Anker selbst macht überraschend deutliche Angaben.

Bei der PowerCore Solar 10000 können laut Hersteller unter sehr guten Bedingungen nach etwa 14 Stunden Sonnenlicht maximal rund 50 Prozent des Akkus erreicht werden.

Für eine vollständige Ladung spricht Anker selbst von mehreren Tagen und empfiehlt für den normalen Betrieb das Laden über Micro-USB. citeturn403102view0

Beim größeren Modell fällt die Aussage sogar noch eindeutiger aus.

Bei der PowerCore Solar 20000 kann laut Hersteller bereits das Erreichen von 50 Prozent mehrere Tage Sonneneinstrahlung benötigen. citeturn325831view0

Das ist ein wichtiger Punkt.

Die PowerCore Solar sollte also nicht mit der Erwartung gekauft werden, dass man sie morgens leer an den Rucksack hängt und abends wieder einen vollständig geladenen 20.000-mAh-Akku besitzt.

So funktioniert das kleine Solarpanel nicht.

Was zeigt ein unabhängiger Praxistest?

Besonders interessant ist ein Test von Techtest.org mit der Anker PowerCore Solar 10000.

Dabei wurde die zuvor entladene Powerbank im März etwa sechs Stunden direkter Sonne ausgesetzt.

Gemessen wurden anschließend lediglich rund 1,38 Wh beziehungsweise 373 mAh zusätzliche Energie. citeturn288979search10

Der Test kommt auf eine Größenordnung von etwa 60 bis 80 mAh pro Sonnenstunde.

Natürlich lässt sich dieses Ergebnis nicht eins zu eins auf jeden Sommertag übertragen. Sonnenstand, Jahreszeit, Temperatur, Wolken und Ausrichtung des Panels können das Ergebnis erheblich verändern.

Trotzdem zeigt der Versuch sehr gut die Größenordnung.

Das Solarpanel produziert Energie.

Aber eben nicht besonders viel.

Warum unterscheiden sich Herstellerangabe und Praxistest so stark?

Anker nennt für die PowerCore Solar 10000 unter optimalen Bedingungen bis zu 50 Prozent Ladung innerhalb von 14 Stunden Sonneneinstrahlung. Der unabhängige Versuch im März erreichte deutlich weniger.

Das ist kein ungewöhnliches Phänomen bei Photovoltaik.

Die Leistung eines Solarmoduls hängt stark von den Bedingungen ab.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Jahreszeit
  • geografischer Standort
  • Sonnenstand
  • Bewölkung
  • Ausrichtung zur Sonne
  • Temperatur des Panels
  • Verschattung
  • Verschmutzung der Oberfläche

Ein kleines Modul reagiert darauf besonders empfindlich.

Schon wenn die Powerbank flach auf einem Tisch liegt, während die Sonne in einem ungünstigen Winkel darauf scheint, sinkt der mögliche Ertrag.

Noch schwieriger wird es beim Wandern.

Hängt die Powerbank außen am Rucksack, verändert sich der Winkel zum Sonnenlicht ständig. Zusätzlich können Körper, Kopf oder Gepäck das Panel zeitweise verschatten.

Die theoretisch mögliche Solarleistung und der tatsächliche Tagesertrag sind deshalb zwei verschiedene Dinge.

Solar-Powerbank am Rucksack laden: Funktioniert das?

Grundsätzlich: ja.

Praktisch sollte man davon aber keine Wunder erwarten.

Gerade beim Wandern sieht die typische Situation so aus:

  • das Panel zeigt nicht dauerhaft direkt zur Sonne,
  • der Rucksack bewegt sich,
  • Wege führen durch Wald oder Schatten,
  • Wolken reduzieren die Einstrahlung,
  • die Sonne steht im Laufe des Tages in unterschiedlichen Winkeln.

Damit sinkt der Ertrag gegenüber einer optimal ausgerichteten Powerbank.

Trotzdem kann die Funktion nützlich sein.

Wer beispielsweise mehrere Tage unterwegs ist und ohnehin eine Powerbank mitführt, kann unterwegs zumindest einen kleinen Teil der verbrauchten Energie wieder zurückgewinnen.

Das ist etwas anderes als vollständige Energieautarkie.

Reicht Solar für eine Smartphone-Ladung?

Unter sehr guten Bedingungen möglicherweise – wenn genügend Zeit vorhanden ist.

Für einen normalen Tagesausflug sollte man allerdings nicht damit rechnen.

Der unabhängige Test der PowerCore Solar 10000 erreichte etwa 1,38 Wh innerhalb von sechs Stunden Märzsonne. citeturn288979search10

Ein moderner Smartphone-Akku speichert dagegen grob 15 bis 20 Wh Energie.

Hinzu kommen Verluste beim Laden.

Damit wird schnell klar:

Für eine vollständige Smartphone-Ladung können je nach Wetter und Bedingungen viele Stunden oder sogar mehrere Tage Solarertrag notwendig sein.

Genau deshalb sollte die PowerCore vor einer Tour möglichst bereits über das Stromnetz vollständig geladen werden.

Das Solarpanel verlängert anschließend die verfügbare Energie.

Es ersetzt aber keine Steckdose.

Ist die Anker PowerCore Solar für Camping sinnvoll?

Für Camping ist das Konzept durchaus interessanter als für den normalen Alltag.

Dafür sprechen:

  • robuste Bauweise
  • großer integrierter Akku
  • Schutz gegen Staub und Spritzwasser
  • eingebaute Lampe
  • SOS-Licht
  • Nachladen über Sonnenenergie
  • keine zusätzliche Solarhardware notwendig

Wer zwei oder drei Tage auf einem Campingplatz verbringt, kann die Powerbank tagsüber in die Sonne legen und zumindest etwas Energie zurückgewinnen.

Für längere Aufenthalte ohne Stromanschluss gibt es allerdings eine wesentlich leistungsfähigere Lösung.

Solar-Powerbank oder separates Solarpanel?

Wer wirklich regelmäßig Smartphone, Kamera, GPS-Gerät oder andere Elektronik mit Sonnenenergie laden möchte, sollte über ein faltbares Solarpanel plus normale Powerbank nachdenken.

Der Grund ist wiederum die Fläche.

Ein faltbares Solarpanel kann beispielsweise 10, 20 oder 30 Watt Nennleistung besitzen.

Das kleine Panel einer Powerbank liegt davon weit entfernt.

Integrierte Solar-Powerbank

Vorteile

  • sehr kompakt
  • alles in einem Gerät
  • robust
  • keine zusätzlichen Kabel oder Module notwendig
  • Solarenergie steht theoretisch jederzeit zur Verfügung

Nachteile

  • sehr kleine Solarfläche
  • langsames solares Laden
  • Powerbank liegt beim Laden in der Sonne
  • schlechter Winkel beim Befestigen am Rucksack
  • bei einem Defekt von Akku oder Panel muss häufig das komplette Gerät ersetzt werden

Powerbank plus faltbares Solarpanel

Vorteile

  • deutlich größere Solarfläche
  • wesentlich höhere mögliche Ladeleistung
  • Panel kann optimal zur Sonne ausgerichtet werden
  • Powerbank kann währenddessen im Schatten liegen
  • Komponenten können getrennt ersetzt werden

Nachteile

  • mehr Gewicht
  • höherer Platzbedarf
  • zusätzliches Kabel
  • meist höhere Anschaffungskosten

Wer nur eine Notfall-Solarfunktion möchte, kann mit einer Solar-Powerbank zufrieden sein.

Wer dagegen wirklich mehrere Tage möglichst autark mit Solarenergie unterwegs sein möchte, fährt mit einem größeren faltbaren Modul meistens besser.

Ein unterschätztes Problem: Akkus mögen keine Hitze

Bei einer Solar-Powerbank gibt es einen konstruktiven Zielkonflikt.

Das Solarpanel benötigt möglichst viel direktes Sonnenlicht.

Der Lithium-Akku darunter mag hohe Temperaturen dagegen überhaupt nicht.

Legt man eine schwarze Powerbank stundenlang in die pralle Sommersonne, kann sich das Gehäuse stark erwärmen.

Anker verbaut deshalb einen Übertemperaturschutz und weist darauf hin, dass das Gerät bei zu hoher Temperatur zunächst abkühlen sollte. citeturn403102view0turn325831view0

Auch aus diesem Grund ist ein separates Solarpanel technisch eleganter:

Das Panel kann in der Sonne liegen, während sich die Powerbank im Schatten befindet.

Ist eine Solar-Powerbank automatisch nachhaltig?

Der Begriff „Solar“ klingt zunächst automatisch nachhaltig.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht.

Natürlich erzeugt das integrierte Modul Strom aus Sonnenenergie. Die tatsächlich erzeugte Energiemenge ist aufgrund der kleinen Fläche aber überschaubar.

Für die ökologische Bewertung sind deshalb weitere Faktoren wichtig:

  • Wie lange hält die Powerbank?
  • Wie häufig wird sie verwendet?
  • Wird dadurch der Kauf weiterer Geräte vermieden?
  • Wie groß ist der Akku?
  • Wie reparierbar ist das Produkt?
  • Wie wird der Akku am Ende seiner Lebensdauer recycelt?

Eine bereits vorhandene normale Powerbank durch eine neue Solar-Powerbank zu ersetzen, nur um wenige Wattstunden Solarenergie zu erzeugen, dürfte ökologisch kaum sinnvoll sein.

Wer ohnehin eine robuste Outdoor-Powerbank benötigt, kann die zusätzliche Solarfunktion dagegen als Bonus betrachten.

Das ist eine realistischere Betrachtung.

Anker PowerCore Solar 10000 oder 20000?

Zwischen den beiden Modellen würden wir heute technisch klar die PowerCore Solar 20000 bevorzugen.

Der Grund ist nicht das Solarpanel.

Der entscheidende Unterschied ist USB-C.

Die 10000er-Version setzt noch auf Micro-USB und besitzt keine moderne USB-C-Schnellladefunktion.

Die 20000er-Version bietet dagegen:

  • USB-C-Eingang
  • USB-C-Ausgang
  • bis zu 18 Watt über USB-C
  • 20.000 mAh Kapazität
  • IP65
  • zusätzliche USB-A-Buchse

Der Nachteil ist das Gewicht von fast 470 Gramm.

Für Wanderer, bei denen jedes Gramm zählt, kann eine leichtere normale Powerbank deshalb attraktiver sein.

Für wen lohnt sich die Anker PowerCore Solar?

Die PowerCore Solar kann sinnvoll sein für Menschen, die vor allem eine robuste Powerbank für draußen suchen.

Sinnvoll für

  • Camping
  • Festivals
  • längere Wanderungen
  • Angeln
  • Fahrradtouren
  • Outdoor-Arbeit
  • Notfallausrüstung
  • Stromausfälle
  • Reisen mit wenigen Steckdosen

Dabei sollte das Solarpanel als zusätzliche Sicherheitsreserve betrachtet werden.

Weniger sinnvoll für

  • tägliches Laden zu Hause
  • Menschen, die schnelles Laden erwarten
  • vollständig autarke Stromversorgung
  • Nutzer aktueller High-End-Smartphones mit sehr hohen Ladeleistungen
  • Personen, die hauptsächlich wegen des Solarpanels kaufen möchten

Wer vor allem eine gute Powerbank sucht, bekommt heute deutlich modernere Modelle.

Wer vor allem Solarstrom erzeugen möchte, bekommt mit einem größeren faltbaren Solarpanel erheblich mehr Solarleistung.

Die Besonderheit der PowerCore Solar ist die Kombination.

Was ist besser: Solar-Powerbank oder Balkonkraftwerk?

Natürlich handelt es sich dabei um völlig unterschiedliche Größenordnungen.

Trotzdem zeigt der Vergleich sehr anschaulich, wie wichtig die Fläche bei Photovoltaik ist.

Ein modernes Solarmodul für ein Balkonkraftwerk besitzt heute häufig eine Leistung von deutlich über 400 Wattpeak.

Das Panel einer Solar-Powerbank besitzt dagegen nur einen winzigen Bruchteil dieser Fläche.

Deshalb kann ein Balkonkraftwerk an einem sonnigen Tag mehrere Kilowattstunden Energie erzeugen, während wir bei einer Solar-Powerbank über einzelne Wattstunden sprechen.

Das physikalische Prinzip ist identisch.

Die verfügbare Solarfläche ist es nicht.

Wer mehr darüber erfahren möchte, findet auf Evoroo auch unseren großen Vergleich moderner Solarmodule und Zelltechnologien.

Vorteile der Anker PowerCore Solar

Zusammengefasst sprechen folgende Punkte für die Geräte:

  • integriertes Solarpanel
  • robuste Outdoor-Bauweise
  • Schutz vor Staub und Spritzwasser
  • integrierte Taschenlampe
  • SOS-Licht
  • große Akkukapazität
  • Solar-Nachladung ohne zusätzliche Hardware
  • 20000er-Modell mit USB-C
  • interessant als Notfall-Stromversorgung

Nachteile der Anker PowerCore Solar

Es gibt allerdings auch klare Schwächen:

  • sehr langsames solares Laden
  • kleine Solarfläche
  • vollständiges Laden über Sonne dauert sehr lange
  • Powerbank wird beim Solarladen der Sonne und damit Hitze ausgesetzt
  • PowerCore Solar 10000 besitzt nur Micro-USB
  • vergleichsweise hohes Gewicht
  • Technik inzwischen nicht mehr ganz aktuell
  • separates Solarpanel liefert wesentlich mehr Solarleistung

Unser Fazit zur Anker PowerCore Solar

Die Idee hinter der Anker PowerCore Solar ist gut: Eine robuste Powerbank kombiniert einen großen Akku, eine Lampe und ein Solarpanel in einem einzigen Gehäuse.

Als Outdoor-Powerbank funktioniert dieses Konzept durchaus.

Man sollte das Produkt allerdings aus dem richtigen Grund kaufen.

Die PowerCore Solar ist eine Powerbank mit zusätzlicher Solarfunktion – keine kleine autarke Solaranlage.

Das integrierte Panel produziert tatsächlich Energie. Die Fläche ist allerdings so klein, dass eine vollständige Ladung unter realistischen Bedingungen sehr lange dauern kann.

Anker weist selbst darauf hin, dass das Laden über Sonnenlicht beim 10000er-Modell mehrere Tage dauern kann. Beim 20000er-Modell können bereits 50 Prozent mehrere Tage benötigen. citeturn403102view0turn325831view0

Wer beim Camping lediglich eine zusätzliche Energiereserve für den Notfall möchte, findet die Funktion trotzdem praktisch.

Wer dagegen ernsthaft mehrere Geräte regelmäßig mit Solarenergie laden möchte, sollte zu einer normalen USB-C-Powerbank in Kombination mit einem größeren faltbaren Solarpanel greifen.

Unser Urteil fällt deshalb differenziert aus:

Als robuste Outdoor-Powerbank mit Solar-Backup ist die Anker PowerCore Solar interessant. Als echte Solar-Ladelösung ist das integrierte Panel zu klein.


Häufige Fragen zur Anker PowerCore Solar

Wie lange dauert es, die Anker PowerCore Solar mit Sonne zu laden?

Sehr lange. Anker gibt für die PowerCore Solar 10000 an, dass unter günstigen Bedingungen innerhalb von 14 Stunden bis zu etwa 50 Prozent erreicht werden können. Für eine vollständige Ladung nennt der Hersteller mehrere Tage. Bei der PowerCore Solar 20000 können bereits 50 Prozent mehrere Tage benötigen. citeturn403102view0turn325831view0

Kann man die Anker PowerCore Solar ausschließlich mit Solarenergie laden?

Technisch ist eine Solarladung möglich. In der Praxis ist sie jedoch sehr langsam. Für den normalen Gebrauch empfiehlt Anker selbst, die Powerbank über Kabel vollständig zu laden und Solar eher ergänzend zu verwenden. citeturn403102view0turn325831view0

Wie viel Solarstrom produziert die PowerCore Solar 10000?

Das hängt stark von Sonnenstand, Wetter und Ausrichtung ab. In einem unabhängigen Test wurden nach sechs Stunden direkter Märzsonne etwa 1,38 Wh beziehungsweise 373 mAh gespeichert. citeturn288979search10

Hat die Anker PowerCore Solar 10000 USB-C?

Nein. Die PowerCore Solar 10000 besitzt zwei USB-A-Ausgänge und wird über Micro-USB geladen. citeturn508539search3

Hat die Anker PowerCore Solar 20000 USB-C?

Ja. Die PowerCore Solar 20000 besitzt einen USB-C-Anschluss, der sowohl als Eingang als auch als Ausgang verwendet werden kann. Die maximale USB-C-Leistung beträgt 18 Watt. citeturn508539search1

Ist die Anker PowerCore Solar wasserdicht?

Nicht vollständig. Die PowerCore Solar 10000 besitzt die Schutzklasse IP64, die PowerCore Solar 20000 IP65. Beide sind für Outdoor-Einsätze gegen Staub und Wasser geschützt, sollten aber nicht untergetaucht werden. citeturn403102view0turn325831view0

Welche Anker PowerCore Solar ist besser?

Technisch ist die PowerCore Solar 20000 die interessantere Variante. Sie bietet doppelte Akkukapazität, USB-C mit bis zu 18 Watt sowie IP65. Dafür ist sie mit etwa 469 Gramm deutlich schwerer. citeturn325831view0

Kann die PowerCore Solar ein Smartphone vollständig laden?

Ja. Der gespeicherte Akku der Powerbank kann ein Smartphone je nach Modell sogar mehrfach laden. Die dafür benötigte Energie vorher ausschließlich über das kleine Solarpanel zu erzeugen, dauert allerdings erheblich länger.

Lohnt sich eine Solar-Powerbank?

Als robuste Powerbank mit zusätzlicher Notfall-Solarfunktion kann sie sinnvoll sein. Wer dagegen regelmäßig größere Mengen Solarenergie erzeugen möchte, sollte ein separates faltbares Solarpanel verwenden.


Quellen und Datengrundlage

Für die technischen Angaben und die Einschätzung der Solarleistung wurden unter anderem folgende Quellen verwendet:

  • Anker Support: PowerCore Solar 10000, Modell A1640
  • Anker Support: PowerCore Solar 20000, Modell A1650
  • Anker Japan: technische Produktdaten und Hinweise zur Solarladedauer der PowerCore Solar 10000
  • Anker Japan: technische Produktdaten und Hinweise zur Solarladedauer der PowerCore Solar 20000
  • Techtest.org: unabhängige Messung der PowerCore Solar 10000 bei Solarladung

Stand: September 2026.