Anker Solarbank 2 Pro vs. 3 Pro: Welche lohnt sich?
Anker Solarbank 2 Pro vs. 3 Pro: Kapazität, PV-Leistung und Erweiterung im Vergleich. Erfahre, wann sich der Aufpreis oder ein Wechsel lohnt.
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Anker Solarbank 2 Pro oder 3 Pro? Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, ob du mehr Speicherkapazität und zusätzliche Möglichkeiten zum Laden benötigst. Wer bereits eine passend dimensionierte Anlage besitzt, sollte zuerst den Nutzen einer Erweiterung prüfen, bevor er das Grundgerät ersetzt.
Kurzantwort: Die Solarbank 3 Pro ist besonders dann interessant, wenn du ihre größere Basiskapazität und den höheren PV-Eingang tatsächlich ausnutzen kannst. Eine günstig angebotene Solarbank 2 Pro kann für einen kleineren Bedarf weiterhin passen. Für Bestandsbesitzer zählt der zusätzliche Nutzen eines Wechsels, nicht der gesamte Ertrag der vorhandenen Anlage.
Dieser Vergleich behandelt die Solarbank 2 E1600 Pro und die Solarbank 3 E2700 Pro. Die Varianten Plus und AC sind andere Modelle. Wir vergleichen Herstellerangaben und leiten daraus Planungshinweise ab; einen eigenen Praxistest haben wir nicht durchgeführt.
Technische Daten im direkten Vergleich
| Merkmal | Solarbank 2 E1600 Pro | Solarbank 3 E2700 Pro |
|---|---|---|
| Basiskapazität | 1.600 Wh | Rund 2,68 kWh |
| Maximaler PV-Eingang | 2.400 W | 3.600 W |
| Unabhängige MPPT-Regler | 4 | 4 |
| Netzgekoppelter AC-Ausgang laut deutscher Produktseite | 800 W | 800 W |
| PV-Betriebsspannung | 16–60 V DC | 16–60 V DC |
| Maximaler PV-Eingangsstrom je Kanal/Port | 16 A | 32 A |
| Akkutechnologie | LiFePO4 | LiFePO4 |
| Schutzart | IP65 | IP65 |
| Gewicht | 21,8 kg | 29,2 kg |
Quellen: Anker Solarbank 2 Pro – technische Daten und Anker Solarbank 3 Pro – technische Daten und Anschluss-FAQ, abgerufen am 9. September 2026. Die AC-Angaben beziehen sich auf den beschriebenen netzgekoppelten Einzelbetrieb, nicht auf ein Power-Dock-Multisystem.
Mehr Kapazität: Wann bringt sie etwas?
Die größere Basiskapazität ist für Haushalte interessant, die regelmäßig mittags Solarüberschuss und später noch Strombedarf haben. Sie bringt dagegen wenig, wenn bereits der kleinere Akku selten voll wird.
Ein vereinfachtes Bedarfsbeispiel: Bei durchschnittlich 200 W Verbrauch über sechs Stunden benötigst du 1,2 kWh. Bei 400 W über denselben Zeitraum sind es 2,4 kWh. Diese Rechnung beschreibt den Bedarf deiner Geräte, keine gemessene Laufzeit eines der beiden Speicher.
Umwandlungsverluste und eine eingestellte Reserve verringern die tatsächlich verfügbare Energie gegenüber der Nennkapazität. Vergleiche daher nicht nur die Akkugröße mit einem einzelnen guten Sommertag. Mehrere Wochen mit unterschiedlichen Wetterbedingungen liefern eine bessere Grundlage.
Für eine bestehende Anlage sind zwei Beobachtungen besonders hilfreich: Ist der Akku tagsüber häufig voll, obwohl noch Überschuss anfällt? Und ist er später leer, obwohl du weiterhin Strom brauchst? Treffen beide Punkte regelmäßig zu, kann zusätzliche Kapazität sinnvoll sein.
PV-Eingang: Größer bedeutet nicht automatisch mehr Ertrag
Aus den Herstellerwerten ergibt sich bei der 3 Pro ein um 50 Prozent höherer maximaler PV-Eingang. Das bedeutet nicht 50 Prozent mehr Jahresertrag. Eine unveränderte Modulanlage erzeugt durch den Austausch des Speichers nicht plötzlich mehr Sonnenenergie.
Ein größerer Eingang kann relevant werden, wenn deine geplante Modulanlage die kleinere Eingangsgrenze tatsächlich auslastet. Ausrichtung, Verschattung und die elektrische Konfiguration bleiben dabei entscheidend. Vier unabhängig geregelte Modulgruppen sind bereits mit den vier MPPT-Reglern der 2 Pro möglich.
Die Strom- und Spannungsgrenzen müssen zu den konkreten Modulen passen. Aus einer höheren Stromgrenze folgt keine pauschale Freigabe für beliebige Kombinationen. Verwende für die Anschlussplanung das aktuelle Handbuch des jeweiligen Modells.
Außerdem sind PV-Eingang, Batterieladeleistung und AC-Ausgang drei unterschiedliche Größen. Ein hoher PV-Eingang sagt nicht, dass der einzelne Akku die gesamte Leistung aufnehmen kann oder dass dieselbe Leistung ins Hausnetz fließt. Die Begriffe erklären wir ergänzend im Beitrag 800 Watt oder 800 VA beim Balkonkraftwerk?.
Netzladen und dynamische Stromtarife
Für die 3 Pro nennt Anker bis zu 1.200 W AC-Ladeleistung und bewirbt zeitversetztes Laden aus dem Netz für dynamische Tarife. Diese Funktion sollte beim Vergleich ausdrücklich anhand des konkreten Modells geprüft werden; die Solarbank 2 Pro darf dabei nicht mit der Solarbank 2 AC verwechselt werden. Quelle: Anker zu den Ladefunktionen der 3 Pro.
Netzladen ist vor allem dann wirtschaftlich interessant, wenn zwischen günstigen und teuren Stunden genügend Abstand liegt. Maßgeblich sind deine vollständigen Bezugspreise einschließlich der für dich anfallenden Preisbestandteile sowie die Lade- und Entladeverluste.
Wer einen normalen Festpreistarif nutzt, sollte dem möglichen Tarifvorteil bei der Kaufentscheidung zunächst keinen Geldwert zuweisen. Auch bei einem dynamischen Tarif ist eine technische Funktion noch keine garantierte Ersparnis. Prüfe zuerst Tarifunterstützung, Voraussetzungen und erwartete Nutzung.
Zusatzakku oder neues Grundgerät?
Bei der Akku-Kompatibilität lohnt sich ein genauer Blick: Anker beschreibt den BP2700 als kompatibel mit der Solarbank 2 Pro und die 3 Pro als kompatibel mit BP1600-Erweiterungsakkus. Auf derselben 3-Pro-Seite steht jedoch auch eine ältere, abweichende FAQ-Formulierung zur BP2700-Freigabe. Die 2-Pro-Seite bietet den BP2700 inzwischen im Konfigurator an. Quellen: 3-Pro-Kompatibilitätsangaben und 2-Pro-Konfigurator.
Lass dir deshalb für deine vorhandenen Geräte die konkrete Kombination und den benötigten Firmwarestand bestätigen. Eine pauschale maximale Systemkapazität ohne Angabe des verwendeten Akkutyps wäre hier wenig hilfreich.
Für die Entscheidung ergibt sich eine einfache Reihenfolge:
- Nur Kapazität fehlt: Vergleiche zuerst die Kosten einer unterstützten Akkuerweiterung.
- Eine Leistungsgrenze stört: Prüfe, ob das neue Grundgerät genau diese Grenze verändert.
- Eine Funktion fehlt: Kläre die tatsächliche Unterstützung vor dem Kauf.
- Mehrere Grenzen stören: Rechne die Erweiterung und den vollständigen Wechsel mit gleichem Zielumfang durch.
Ein Zusatzakku verändert nicht automatisch die PV-Eingänge oder sämtliche Funktionen des Grundgeräts. Umgekehrt ist ein neues Grundgerät keine notwendige Voraussetzung für jede Kapazitätserweiterung.
Wie viel Aufpreis lohnt sich?
Bei einem Neukauf vergleichst du die Gesamtkosten beider passenden Konfigurationen. Berücksichtige dabei Speicher, Messgerät, Kabel, Halterungen und gegebenenfalls Installation. Ein günstigeres Set kann einen anderen Lieferumfang haben.
Bei einem Wechsel zählt dagegen der zusätzliche jährliche Nutzen gegenüber deiner vorhandenen Solarbank. Die gesamte bisherige Stromersparnis darfst du dem neuen Gerät nicht erneut zuschreiben.
Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten Annahmen: Ein Wechsel kostet dich nach einem möglichen Verkauf des Altgeräts noch 400 Euro. Dadurch kannst du jährlich zusätzlich 150 kWh selbst verbrauchen. Bei angenommenen 30 Cent vermiedenem Strombezug pro kWh sind das 45 Euro pro Jahr. Rechnerisch dauert es rund 8,9 Jahre, bis diese zusätzlichen 400 Euro ausgeglichen sind.
Die 150 kWh müssen bereits die nutzbare Energie nach Verlusten darstellen. Alterung, Finanzierung und spätere Reparaturen fehlen in dieser einfachen Rechnung. Sie ist keine Ertragsprognose und verwendet keine aktuellen Gerätepreise.
Der Vergleich zeigt: Eine technisch größere Lösung kann sinnvoll sein, ohne dass sich der Austausch eines funktionierenden Systems schnell bezahlt macht.
Unsere Entscheidungshilfe
Die Solarbank 2 Pro kommt infrage, wenn ihre technischen Grenzen zu deiner Anlage passen und das vollständige Angebot einen überzeugenden Preisvorteil hat. Besonders bei geringem abendlichem Bedarf solltest du eine größere Basis nicht allein wegen der Modellnummer bevorzugen.
Die Solarbank 3 Pro verdient den genaueren Blick, wenn du regelmäßig mehr Energie verschieben möchtest, eine entsprechend ausgelegte Modulanlage planst oder die dokumentierten AC-Ladefunktionen nutzen willst. Den Aufpreis solltest du mit deinem erwarteten Mehrnutzen begründen können.
Wenn du bereits eine 2 Pro besitzt, beginne mit deinen Messwerten. Ein häufig nur teilweise geladener Akku spricht eher dafür, zunächst die Solarerzeugung und den Verbrauch zu betrachten. Ein regelmäßig voller und später leerer Akku macht eine Erweiterung zum naheliegenden Vergleichsangebot.
Eine ausführlichere Einordnung findest du in unserem Produktcheck zur Anker SOLIX Solarbank 3 Pro.
Häufige Fragen
Hat die Solarbank 3 Pro mehr MPPT-Regler?
Nein. Beide hier verglichenen Pro-Modelle besitzen laut Hersteller vier. Der Unterschied liegt unter anderem in den zulässigen Eingangsleistungen und -strömen, nicht in einer höheren Zahl unabhängiger Regler.
Spart die 3 Pro automatisch mehr Stromkosten?
Nein. Dafür muss ihre zusätzliche Kapazität oder Funktion in deinem Haushalt einen zusätzlichen Nutzen erzeugen. Ungenutzte Kapazität senkt keine Stromrechnung.
Muss ich meine 2 Pro ersetzen, wenn der Speicher zu klein wird?
Nicht zwangsläufig. Prüfe zuerst eine freigegebene Akkuerweiterung. Sie kann dein Problem lösen, ohne dass du das gesamte Grundgerät austauschst.
Ist die größere PV-Leistung auch die Einspeiseleistung?
Nein. Die Solarseite, die Batterieladung und die Abgabe ins Hausnetz haben unterschiedliche Grenzen. Vergleiche stets dieselbe Leistungsart und denselben Betriebsmodus.
Welches Modell ist im Alltag zuverlässiger?
Das können wir anhand der Datenblätter nicht bewerten. Für einen belastbaren Vergleich wären eigene Langzeitbeobachtungen oder nachvollziehbar dokumentierte unabhängige Messungen nötig. Dieser Beitrag enthält keine erfundenen Erfahrungen.
Quellen und Stand
- Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Serie: Pro-Spezifikationen und Konfigurator.
- Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro: Spezifikationen, Funktionen und Kompatibilitäts-FAQ.
Abrufdatum: 9. September 2026. Herstellerdaten sind keine eigenen Messwerte. Die Bedarfs- und Wirtschaftlichkeitsbeispiele sind eigene Modellrechnungen; widersprüchliche Kompatibilitätsangaben wurden im Text ausdrücklich kenntlich gemacht.
Alle Beiträge des Themenbereichs findest du im Anker-SOLIX-Hub.